
Hören Sie auf, Ihre IR-Lampen wegzuwerfen! Wenn Sie schon einmal auf einer Elektronikfertigungsanlage gearbeitet haben, kennen Sie das Problem: Die Lampen gehen nach kurzer Zeit kaputt. Das ist frustrierend und verschwendet Ressourcen. Zudem ist es lästig, die Lampen alle paar Wochen auszutauschen. Der Grund dafür ist meistens, dass die Lampen den ständigen Wechsel zwischen Erwärmen und Abkühlen nicht aushalten. Wir glauben, es gibt einen besseren Weg. Anstatt die Lampen einfach zu ersetzen, sobald sie kaputtgehen, könnte man doch Geräte verwenden, die wirklich langlebig sind. Der Trick zur Langlebigkeit Wir nutzen hierbei Quarztuben, die mit Halogen gefüllt sind. In billigen Standardlampen verdampft der Wolframfaden im Laufe der Zeit. Er klebt am Glas fest, das Licht wird schwächer – und schließlich funktioniert die Lampe nicht mehr. Bei Lampen mit Halogengas hingegen wird der Wolframfaden wieder zurück auf den Faden geschoben. Es handelt sich dabei um eine Art „Recycling-Prozess“ innerhalb der Tube. Das Ergebnis: Die Leuchtkraft bleibt über Tausende von Stunden konstant, anstatt immer wieder auszufallen. Richtige Parameter einstellen Man kann nicht einfach irgendeine Lampe in ein Netzteil stecken und darauf hoffen, dass alles funktioniert. Wenn die Spannung zu hoch ist, wird der Wolframfaden bereits nach wenigen Tagen zerstört. Es ist ganz einfach. Wir legen außerdem großen Wert darauf, die Länge und den Durchmesser der Tube richtig einzustellen. Man könnte zwar eine Hochleistungslampe verwenden, um die Temperatur schneller zu erhöhen. Doch das bringt auch Vorteile mit sich: Der Quarz wird unter größerem Druck gestellt. Es handelt sich dabei um ein klassisches Kompromissproblem: Soll man eine schnelle Erhöhung der Temperatur haben – oder lieber eine Lampe, die länger hält? Installierung ist wichtig Die Installation ist wichtiger, als man denkt. Wir verwenden R7- oder SK15-Anschlüsse, weil diese die Lampe gut fixieren. Locker sitzende Anschlüsse sind ein Albtraum – sie erzeugen kleine elektrische Entladungen, die wiederum zu Spannungsspitzen führen. Und genau das ist es, was die Lampen zerstört. Was das Glas angeht, so ist Quarz die beste Wahl. Doch wir können auch Beschichtungen hinzufügen, um die Wellenlänge anzupassen. Kurzwelliges Infrarot ist ideal, denn es dringt tiefer in die Leiterplatten ein. Man muss die Hitze nicht bis zum Maximum erhöhen, damit das Lötmaterial fließt – das ist besser für die Leiterplatten und auch für die Lebensdauer der Lampen. Ein letzter Punkt Es gibt hier einen Kompromiss: Diese langlebigen Lampen sind etwas empfindlicher. Man kann nicht einfach den Schalter umlegen und weggehen – man braucht eine stabile Stromversorgung. Wenn die Spannung um mehr als 5 Prozent schwankt, spielt es keine Rolle, wie gut der Halogenzyklus funktioniert – die Lampen werden trotzdem kaputtgehen. Investieren Sie in eine gute Steuerelektronik – dann werden die Lampen ihre Arbeit ordentlich erledigen.